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Content Audit: Schritt-für-Schritt Anleitung mit Checkliste

Ein Content Audit deckt auf, welche Seiten Traffic bringen und welche Ballast sind. Mit unserer Checkliste und dem PIE-Prinzip treffen Sie fundierte Entscheidungen.
Ein Team bespricht das Content Audit

Ein Content Audit ist der erste Schritt zu einer besseren Website: Sie analysieren systematisch alle bestehenden Inhalte, bewerten deren Performance und entscheiden datenbasiert, was bleibt, überarbeitet oder gelöscht wird. Besonders vor einem Website-Relaunch ist ein Content Audit unverzichtbar – denn nur 10% aller Website-Migrationen verbessern die SEO-Performance, während ein Traffic-Verlust von 50% keine Seltenheit ist.1

Inhalt

Content Audit erstellen: Das Wichtigste in Kürze

Bevor wir in die Details einsteigen, hier die Kernpunkte für alle, die einen Content Audit durchführen möchten:

Was ist ein Content Audit? Eine systematische Bestandsaufnahme und Bewertung aller Inhalte Ihrer Website – von Blogartikeln über Produktseiten bis zu PDFs.

Warum sollten Sie einen Content Audit durchführen? Um fundiert zu entscheiden, welche Inhalte bei einem Relaunch übernommen, überarbeitet oder gelöscht werden sollten. Bei professionell durchgeführten Migrationen mit Content Audit wächst der organische Traffic oft sogar – im Schnitt um 19% innerhalb von sechs Monaten.2

Wie lange dauert ein Content Audit? Je nach Website-Größe zwischen einem Tag (unter 50 Seiten) und mehreren Wochen (große Unternehmenswebsites mit tausenden Seiten).

Welche Tools brauchen Sie? Für den Einstieg reichen kostenlose Tools: Screaming Frog (bis 500 URLs), Google Search Console und Google Analytics.

Was ist ein Content Audit?

Ein Content Audit ist eine systematische Analyse und Bewertung aller Inhalte einer Website. Dabei werden sämtliche Texte, Bilder, Videos und Downloads erfasst und auf ihre Qualität, Relevanz und Performance überprüft. Diese Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für strategische Entscheidungen beim Website-Relaunch. Welche weiteren Aspekte bei einer Website-Modernisierung wichtig sind, behandeln wir in einem separaten Artikel.

Komponenten eines Content Audits

Der Audit-Prozess umfasst mehrere Analysebereiche:

  • Inhaltliche Qualität: Aktualität, Verständlichkeit und fachliche Korrektheit der Texte
  • SEO-Performance: Rankings, Keywords, Metadaten und technische Optimierung
  • User Experience: Lesbarkeit, Strukturierung und Navigation
  • Nutzungsdaten: Zugriffsstatistiken, Verweildauer und Absprungraten
  • Medienelemente: Bildqualität, Ladezeiten und Alt-Texte
  • Conversion-relevante Aspekte: Call-to-Actions, Lead-Generierung
Komponenten eines effektiven Content Audits

Prozessablauf der Content-Analyse

Ein professioneller Content Audit folgt einem strukturierten Ablauf:

  1. Bestandsaufnahme: Erfassung aller vorhandenen Inhalte mittels Crawling-Tools
  2. Kategorisierung: Gruppierung der Inhalte nach Themen und Formaten
  3. Datenerhebung: Sammlung von Performance-Metriken aus Analytics
  4. Bewertung: Analyse nach definierten Qualitätskriterien
  5. Dokumentation: Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse

Bedeutung für den Relaunch

Vor einem Website-Relaunch liefert der Content Audit unverzichtbare Erkenntnisse:

  • Er zeigt auf, welche Inhalte überarbeitet, zusammengeführt oder entfernt werden sollten
  • Er identifiziert erfolgreiche Content-Formate und Themen
  • Er deckt inhaltliche Lücken und Optimierungspotenziale auf
  • Er liefert Daten für die neue Informationsarchitektur
  • Er ermöglicht eine faktenbasierte Ressourcenplanung

Ein systematischer Content Audit verhindert, dass beim Relaunch wertvolle Inhalte verloren gehen oder problematische Inhalte unreflektiert übernommen werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Content-Strategie für die neue Website ein und stellen sicher, dass der Relaunch zu messbaren Verbesserungen führt.

Nutzen eines Content Audits beim Relaunch

Ein systematischer Content Audit schafft handfeste Vorteile für den Relaunch Ihrer Website. Die Analyse der bestehenden Inhalte vermeidet nicht nur Fehlinvestitionen in überflüssige Texte, sondern sorgt auch für messbare Verbesserungen bei Rankings und Conversion-Rates.

Fundierte Entscheidungsgrundlage

Die Bestandsaufnahme der Inhalte zeigt klar auf, welche Seiten wertvoll sind und welche unnötig Ressourcen verbrauchen. Unternehmen erhalten dadurch verlässliche Daten für strategische Entscheidungen. Welche Seiten generieren den meisten Traffic? Wo finden die wichtigsten Conversions statt? Welche Inhalte sind veraltet oder redundant? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen maßgeblich den Erfolg des Relaunches.

Nachweisbare Performance-Steigerung

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Eine Studie von Single Grain zeigt, dass die Aktualisierung bestehender Blog-Posts zu einem Traffic-Anstieg von 96% führen kann.3 Ein Content-Refresh von 42 Artikeln brachte dort über 8.000 zusätzliche monatliche Besucher. In einem anderen Fall stieg der organische Traffic nach einem systematischen Content Audit um 154% – und die SERP-Features um 241%.4

Effiziente Ressourcennutzung

Der systematische Audit verhindert, dass wertvolle Inhalte verloren gehen. Die Analyse deckt auf, welche Texte sich für eine Überarbeitung eignen und wo Neuerstellung sinnvoll ist. Das spart Budget und Zeit – Teams, die regelmäßig bestehende Artikel aktualisieren, berichten doppelt so häufig von starken Content-Marketing-Ergebnissen.5

Stärkung der Nutzerorientierung

Der Content Audit hilft, die Website konsequent auf die Bedürfnisse der Zielgruppe auszurichten. Durch die Analyse von Nutzungsstatistiken und Conversion-Daten wird sichtbar, welche Inhalte tatsächlich relevant sind. Bei unserem Kunden Schuhmacher Frästechnik führte die Kombination aus Content-Optimierung und technischer Überarbeitung dazu, dass bereits am ersten Tag nach dem Launch Anfragen über die Website eingingen – von vorher einer Anfrage pro Monat auf vier pro Woche.

Ein professionell durchgeführter Content Audit ist damit die Basis für einen erfolgreichen Relaunch. Die strukturierte Analyse schafft Klarheit über den Ist-Zustand und liefert die nötigen Daten für zielgerichtete Optimierungen. Das Ergebnis: Eine Website, die sowohl bei Suchmaschinen als auch bei den Nutzern besser performt.

Content Audit durchführen: Die 7 Schritte

1. Bestandsaufnahme der Website-Inhalte

Erfassen Sie zunächst sämtliche Inhalte Ihrer Website in einer strukturierten Tabelle. Dokumentieren Sie URLs, Seitentitel, Meta-Beschreibungen und Inhaltstypen. Crawling-Tools wie Screaming Frog helfen dabei, diese Daten automatisiert zu sammeln. Kategorisieren Sie die Inhalte nach Themen, Formaten und Zielgruppen.

2. Content-Analyse nach dem PIE-Prinzip

Bewerten Sie jeden Inhalt nach drei Kriterien:

  • Performance: Wie gut performt der Content in Bezug auf Traffic und Conversions?
  • Importance: Wie wichtig ist der Inhalt für Geschäftsziele und Nutzer?
  • Ease: Wie aufwändig sind Änderungen oder Optimierungen?

3. Qualitative Bewertung der Inhalte

Prüfen Sie jeden Inhalt auf:

  • Aktualität der Informationen
  • Korrektheit der Fakten und Daten
  • Relevanz für die Zielgruppe
  • Übereinstimmung mit der Markenbotschaft
  • Vollständigkeit der Information
  • Sprachliche und stilistische Qualität

4. SEO-Analyse durchführen

Untersuchen Sie wichtige SEO-Faktoren:

  • Keyword-Positionierung und -Dichte
  • Interne und externe Verlinkung
  • URL-Struktur und Seitenarchitektur
  • Mobile Optimierung
  • Ladegeschwindigkeit
  • Core Web Vitals

5. Content-Mapping und Entscheidungsfindung

Ordnen Sie jeden Inhalt einer der folgenden Kategorien zu:

  • Behalten: Qualitativ hochwertige, gut performende Inhalte
  • Überarbeiten: Inhalte mit Potenzial, die Optimierung benötigen
  • Zusammenführen: Redundante Inhalte, die sich kombinieren lassen
  • Löschen: Veraltete oder irrelevante Inhalte

6. Content Audit Checkliste zum Abhaken

Die folgende Checkliste können Sie als Vorlage für Ihren eigenen Content Audit verwenden. Sie deckt alle wichtigen Bereiche ab und hilft Ihnen, systematisch vorzugehen.

Phase 1: Vorbereitung

  • Ziele des Content Audits definiert (Relaunch, SEO-Optimierung, Content-Strategie)
  • Verantwortlichkeiten im Team geklärt
  • Tools eingerichtet (Crawler, Analytics, Tabellenkalkulation)
  • Zeitrahmen festgelegt

Phase 2: Datenerhebung

  • Vollständiges URL-Inventar per Crawl erstellt
  • Google Analytics Daten exportiert (Seitenaufrufe, Verweildauer, Bounce Rate)
  • Search Console Daten exportiert (Impressionen, Klicks, Rankings)
  • Backlink-Daten erhoben (falls relevant)
  • Social-Media-Metriken gesammelt (Shares, Engagement)

Phase 3: Analyse

  • Jeden Inhalt nach PIE-Prinzip bewertet (Performance, Importance, Ease)
  • Inhaltliche Qualität geprüft (Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit)
  • SEO-Faktoren analysiert (Keywords, Meta-Daten, Struktur)
  • Technische Probleme identifiziert (Broken Links, fehlende Alt-Texte)
  • Duplicate Content aufgespürt
  • Keyword-Kannibalisierung geprüft

Phase 4: Entscheidung

  • Jeden Inhalt kategorisiert: Behalten / Überarbeiten / Zusammenführen / Löschen
  • Prioritäten nach Impact und Aufwand festgelegt
  • Quick Wins identifiziert (hoher Impact, geringer Aufwand)
  • Redirect-Plan für zu löschende Seiten erstellt

Phase 5: Umsetzung

  • Handlungsempfehlungen dokumentiert
  • Zeitplan für Umsetzung erstellt
  • Ressourcen zugewiesen
  • Erfolgskennzahlen definiert

Phase 6: Nachbereitung

  • Änderungen nach 4-6 Wochen überprüft
  • Ranking-Entwicklung beobachtet
  • Prozess für regelmäßige Audits etabliert (empfohlen: halbjährlich)

7. Dokumentation und Planung

Erstellen Sie eine detaillierte Dokumentation Ihrer Erkenntnisse. Definieren Sie klare Handlungsempfehlungen und priorisieren Sie die notwendigen Maßnahmen. Legen Sie einen realistischen Zeitplan für die Umsetzung fest und bestimmen Sie verantwortliche Personen für jeden Arbeitsschritt.

Die systematische Durchführung eines Content Audits ermöglicht eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Relaunch. Durch die strukturierte Analyse können Sie gezielt Ressourcen einsetzen und Ihre Inhalte effektiv optimieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis für eine erfolgreiche Content-Strategie nach dem Relaunch.

Schritte zur Durchführung eines Content Audits

Wichtige Tools für einen Content Audit

Ein systematischer Content Audit benötigt die richtigen Werkzeuge. Die folgenden Tools helfen Ihnen, fundierte Entscheidungen über Ihre Inhalte zu treffen:

Google Analytics/Google Search Console

Google Analytics liefert wertvolle Nutzungsdaten wie Seitenaufrufe, Verweildauer und Absprungraten. Die Search Console zeigt, über welche Suchbegriffe Besucher Ihre Website finden und welche durchschnittlichen Positionen Ihre Seiten in den Suchergebnissen erreichen. Diese Daten bilden die Grundlage für die Bewertung der Performance einzelner Inhalte.

Content-Audit-Spezialsoftware

Spezielle Content-Audit-Tools wie Screaming Frog SEO Spider oder Sitebulb erstellen automatisierte Inventare Ihrer Website. Sie crawlen systematisch alle Seiten und erfassen technische Aspekte wie:

  • Metadaten und Title-Tags
  • Interne Verlinkungen
  • Fehlende Alt-Texte bei Bildern
  • Broken Links
  • Duplicate Content

SEO-Tools für die Keyword-Analyse

Professionelle SEO-Tools wie Semrush oder Ahrefs bieten tiefgehende Analysemöglichkeiten:

  • Keyword-Rankings im Zeitverlauf
  • Content-Gaps zur Konkurrenz
  • Backlink-Profile einzelner Seiten
  • Keyword-Opportunities
  • Rankings der Wettbewerber

Heatmap-Tools für Nutzerverhalten

Visualisierungs-Tools wie Hotjar oder Microsoft Clarity zeigen durch Heatmaps und Scrollmaps, wie Besucher mit Ihren Inhalten interagieren. Die Aufzeichnungen von Nutzer-Sessions offenbaren potenzielle Usability-Probleme und Optimierungsmöglichkeiten in der Content-Struktur.

Projektmanagement-Tools

Collaborative Tools wie Airtable oder Google Sheets helfen bei der systematischen Erfassung aller Erkenntnisse. Erstellen Sie darin eine zentrale Übersicht mit Status, Handlungsempfehlungen und Prioritäten für jeden Content-Asset. Dies ermöglicht ein strukturiertes Vorgehen im Team und macht den Fortschritt des Audits transparent.

Content-Performance-Tools

Spezielle Analytics-Tools wie Contentsquare geben Aufschluss über:

  • Content-Engagement nach Seitenbereich
  • Scroll-Tiefe und Leseverhalten
  • Conversion-Funnel-Analyse
  • A/B-Testing von Content-Varianten

Die Kombination dieser Tools liefert ein umfassendes Bild der Content-Performance. Wählen Sie die für Ihre Ziele relevanten Tools aus und integrieren Sie die Daten in Ihre Audit-Tabelle. Vermeiden Sie dabei “Analysis Paralysis” - konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten KPIs, die direkten Einfluss auf Ihre Content-Strategie haben.

Content Audit Tool Vergleich

Die Wahl des richtigen Tools hängt von Ihrem Budget und Ihren Anforderungen ab. Hier ein Überblick der gängigsten Website Content Audit Tools:

ToolTypStärkenPreis
Screaming FrogCrawlerTechnische Analyse, bis 500 URLs kostenlosKostenlos / 259€/Jahr
SitebulbCrawlerVisuelle Reports, PriorisierungAb 152€/Jahr
SemrushSEO-SuiteContent Audit Feature, Keyword-DatenAb 130€/Monat
AhrefsSEO-SuiteBacklink-Analyse, Content ExplorerAb 99€/Monat
Google Search ConsoleAnalyticsEchte Suchdaten, kostenlosKostenlos
Google AnalyticsAnalyticsNutzerverhalten, ConversionsKostenlos

Empfehlung für den Einstieg: Starten Sie mit der kostenlosen Kombination aus Screaming Frog, Google Search Console und Google Analytics. Diese drei Tools decken bereits 80% der benötigten Daten ab.

SEO Content Audit: Rankings und Sichtbarkeit analysieren

Ein SEO Content Audit fokussiert sich speziell auf die Suchmaschinenperformance Ihrer Inhalte. Während der allgemeine Content Audit alle Qualitätsaspekte betrachtet, geht es hier um die Frage: Welche Inhalte bringen organischen Traffic – und welche nicht? Wenn Sie die SEO-Grundlagen bereits kennen, können Sie direkt mit der Analyse starten.

Warum ein SEO Content Audit wichtig ist

Viele Websites haben “Zombie-Seiten”: Inhalte, die weder Traffic noch Rankings generieren, aber Crawl-Budget verbrauchen und die Gesamtqualität der Domain verwässern. Ein SEO Content Audit identifiziert diese Seiten und zeigt Optimierungspotenziale auf.

So führen Sie einen SEO Content Audit durch

1. Daten aus der Search Console exportieren

Exportieren Sie die Performance-Daten der letzten 12 Monate. Achten Sie auf:

  • Seiten mit vielen Impressionen, aber wenigen Klicks (CTR-Problem)
  • Seiten mit sinkenden Rankings (Content veraltet?)
  • Seiten ohne jegliche Impressionen (nicht indexiert oder irrelevant)

2. Keyword-Kannibalisierung prüfen

Wenn mehrere Seiten für dasselbe Keyword ranken, konkurrieren sie gegeneinander. Identifizieren Sie solche Fälle und entscheiden Sie:

  • Welche Seite soll das Haupt-Ranking übernehmen?
  • Können die Inhalte zusammengeführt werden?
  • Sollte eine Seite auf ein anderes Keyword optimiert werden?

3. Content Gaps identifizieren

Vergleichen Sie Ihre Rankings mit denen der Wettbewerber. Für welche relevanten Keywords haben Ihre Konkurrenten Inhalte, Sie aber nicht? Diese Lücken sind Chancen für neue Inhalte. Unser Artikel über Content-Strategien für SEO zeigt, wie Sie diese Lücken systematisch schließen.

4. Thin Content aufspüren

Seiten mit weniger als 300 Wörtern gelten oft als “Thin Content” und haben es schwer, zu ranken. Prüfen Sie:

  • Kann der Inhalt sinnvoll erweitert werden?
  • Sollte er mit einer anderen Seite zusammengeführt werden?
  • Ist die Seite überhaupt notwendig?

Schnellcheck: Lohnt sich die Optimierung?

Für jede Seite sollten Sie diese Kernfragen beantworten:

  1. Hat die Seite in den letzten 6 Monaten organischen Traffic generiert?
  2. Rankt sie für mindestens ein relevantes Keyword in den Top 50?
  3. Ist der Inhalt aktuell und hat eine eindeutige Keyword-Zuordnung?

Seiten, die alle drei Fragen mit “Nein” beantworten, sind Kandidaten für Zusammenführung oder Löschung. Die vollständige Checkliste für Ihren Content Audit finden Sie weiter oben im Abschnitt “Content Audit Checkliste”.

Best Practices für die Inhaltsüberprüfung

Metriken als Basis für fundierte Entscheidungen

Die systematische Analyse von Nutzerverhalten liefert wertvolle Erkenntnisse für die Bewertung von Content. Besonders aussagekräftig sind die durchschnittliche Verweildauer und die Absprungrate (Bounce Rate). Eine hohe Verweildauer von über 2 Minuten deutet auf relevanten Content hin, während Absprungraten über 70% Handlungsbedarf signalisieren.

Engagement-Metriken wie Social Shares, Kommentare oder Newsletter-Anmeldungen zeigen, ob Inhalte die Zielgruppe aktivieren. Ein Artikel mit vielen Interaktionen sollte auch bei mittelmäßigen SEO-Kennzahlen nicht vorschnell aussortiert werden.

Bewertung der inhaltlichen Qualität

Neben quantitativen Daten ist die qualitative Analyse unverzichtbar. Prüfen Sie jeden Content anhand dieser Kriterien:

  • Aktualität: Sind Fakten, Zahlen und Beispiele noch gültig?
  • Unique Value: Bietet der Content echten Mehrwert oder wiederholt er nur Bekanntes?
  • Vollständigkeit: Werden alle wichtigen Aspekte des Themas abgedeckt?
  • Expertise: Demonstriert der Content Fachkompetenz auf aktuellem Stand?

Besonders bei B2B-Content ist tiefgehendes Fachwissen entscheidend. Ein oberflächlicher Artikel schadet der Reputation mehr als er nützt. Wie B2B SEO sich von klassischem SEO unterscheidet, zeigen wir auf unserer Leistungsseite.

Nutzer-Feedback systematisch einbinden

Direktes Feedback der Zielgruppe ist Gold wert für den Content Audit. Diese Methoden haben sich bewährt:

  1. Analyse von Kundenservice-Anfragen: Häufige Fragen zeigen Informationslücken im Content auf
  2. Umfragen nach Content-Konsum: Kurze Pop-up Befragungen zur Zufriedenheit
  3. Auswertung von Kommentaren: Kritische Anmerkungen und Ergänzungswünsche beachten
  4. Heatmap-Analysen: Zeigen, welche Textpassagen intensiv gelesen werden

Entscheidungsmatrix erstellen

Entwickeln Sie eine Bewertungsmatrix mit gewichteten Kriterien. Ein Beispiel:

  • Performance-Metriken (40%)
  • Inhaltliche Qualität (30%)
  • Nutzer-Feedback (20%)
  • Strategische Relevanz (10%)

Vergeben Sie für jedes Kriterium Punkte von 1-5. Content mit weniger als 3 Punkten im Durchschnitt sollte kritisch hinterfragt werden.

Die finale Entscheidung über Überarbeitung oder Löschung sollte nie auf einzelnen Metriken basieren. Berücksichtigen Sie immer das Gesamtbild und die strategische Ausrichtung Ihres Unternehmens.

Ein systematischer Bewertungsprozess verhindert, dass wertvolle Inhalte verloren gehen. Gleichzeitig identifizieren Sie zuverlässig Content, der Ihre Website unnötig aufbläht oder nicht mehr Ihren Qualitätsansprüchen genügt.

Inhalte neu strukturieren und optimieren

Überflüssige Inhalte identifizieren und entfernen

Die Entscheidung, welche Inhalte entfernt werden sollten, basiert auf den Ergebnissen der Content-Analyse. Inhalte, die veraltet sind, keine Besucher anziehen oder thematisch nicht mehr zur Websitestrategie passen, können archiviert oder gelöscht werden. Dabei ist es wichtig, URLs von gelöschten Seiten durch 301-Weiterleitungen auf relevante Alternative Seiten umzuleiten, um den SEO-Wert zu erhalten.

Ueberflüssig vs. Relevant

Bestehende Inhalte strategisch überarbeiten

Bei der Überarbeitung bestehender Inhalte geht es nicht nur um kosmetische Korrekturen. Folgende Aspekte sollten systematisch optimiert werden:

  • Aktualität sicherstellen: Überprüfen Sie Statistiken, Studien und Beispiele auf Aktualität
  • Mehrwert steigern: Ergänzen Sie fehlende Informationen und vertiefen Sie wichtige Aspekte
  • Textstruktur verbessern: Gliedern Sie lange Textpassagen durch Zwischenüberschriften und Aufzählungen
  • Keywords natürlich einbauen: Optimieren Sie Texte für relevante Suchbegriffe, ohne dabei den Lesefluss zu stören
  • Meta-Beschreibungen anpassen: Formulieren Sie prägnante Meta-Descriptions, die zum Click animieren

Interne Verlinkungsstruktur optimieren

Ein durchdachtes internes Linking ist entscheidend für die Sichtbarkeit der Website. Dabei sollten Sie:

  • Thematisch zusammenhängende Inhalte miteinander verknüpfen
  • Eine klare Hierarchie durch strategische Verlinkung aufbauen
  • Wichtige Seiten durch gezielte interne Links stärken
  • Broken Links identifizieren und beheben
  • Anchor-Texte mit relevanten Keywords verwenden

Content-Cluster aufbauen

Die Neustrukturierung bietet die Chance, Content-Cluster zu entwickeln. Dabei werden thematisch verwandte Inhalte systematisch miteinander verbunden und um zentrale Pillar-Pages gruppiert. Diese Struktur:

  • Steigert die thematische Relevanz für Suchmaschinen
  • Verbessert die Navigation für Besucher
  • Erhöht die Verweildauer auf der Website
  • Stärkt die Expertise in Kernthemen

Mobile Optimierung prüfen

Die überarbeiteten Inhalte müssen einwandfrei auf mobilen Endgeräten funktionieren. Achten Sie besonders auf:

  • Lesbarkeit der Texte auf kleinen Bildschirmen
  • Schnelle Ladezeiten durch optimierte Medieninhalte
  • Benutzerfreundliche Navigation
  • Korrekte Darstellung von Tabellen und Grafiken

Die systematische Optimierung der Inhalte ist ein arbeitsintensiver Prozess, der sich jedoch durch bessere Rankings und höhere Nutzerinteraktion auszahlt. Durch die strategische Neuausrichtung der Content-Struktur schaffen Sie eine solide Basis für den erfolgreichen Relaunch Ihrer Website.

Zusammenfassung und nächste Schritte

Implementierung der Content-Audit-Ergebnisse

Ein Content-Audit liefert wertvolle Erkenntnisse über den Zustand der Website-Inhalte. Die systematische Umsetzung dieser Erkenntnisse bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Relaunch. Alle identifizierten Optimierungspotenziale sollten in einem strukturierten Projektplan mit klaren Verantwortlichkeiten und Zeitvorgaben festgehalten werden.

Qualitätssicherung nach dem Relaunch

Nach der Implementierung der Content-Optimierungen ist eine gründliche Qualitätssicherung unerlässlich. Überprüfen Sie systematisch:

  • Die korrekte Übernahme aller optimierten Inhalte
  • Die Funktionalität der internen Verlinkungen
  • Die fehlerfreie Einbindung von Medieninhalten
  • Die technische Performance der Website
  • Die Nutzerfreundlichkeit auf verschiedenen Endgeräten

Kontinuierliches Monitoring und Anpassung

Der Launch markiert nicht das Ende des Optimierungsprozesses. Etablieren Sie ein regelmäßiges Monitoring der wichtigsten KPIs:

  • Entwicklung der organischen Sichtbarkeit
  • Nutzerverhalten und Conversion-Raten
  • Bounce-Raten und Verweildauer
  • Page Speed und Core Web Vitals

Passen Sie Ihre Content-Strategie basierend auf diesen Daten kontinuierlich an. Ein vierteljährliches Review der Performance-Daten ermöglicht es, frühzeitig auf Veränderungen im Nutzerverhalten oder bei den Suchanfragen zu reagieren.

Langfristige Content-Pflege

Implementieren Sie einen nachhaltigen Prozess zur Content-Pflege. Dieser sollte folgende Aspekte umfassen:

  • Regelmäßige inhaltliche Aktualisierungen
  • Kontinuierliche SEO-Optimierung
  • Systematische Überprüfung der Aktualität von Fakten und Statistiken
  • Anpassung an sich ändernde Nutzeranforderungen

Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Content-Audit sollten in die zukünftige Content-Strategie einfließen. So stellen Sie sicher, dass neue Inhalte von Anfang an den definierten Qualitätsstandards entsprechen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Durchführung eines professionellen Content-Audits? Als Teil unserer SEO-Dienstleistungen analysieren wir Ihre bestehenden Inhalte, identifizieren Quick Wins und entwickeln eine datenbasierte Content-Strategie für Ihren Relaunch.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin und lassen Sie uns gemeinsam die optimale Strategie für Ihren Website-Relaunch entwickeln.

Fußnoten

  1. Numen Technology: Website Migration SEO – Avoid 50% Traffic Loss

  2. Merge: Website Redesign SEO

  3. InLinks: Content Refreshing – How to Update Old Content

  4. QCK: The Role Of Content Refreshing In Boosting Organic Traffic

  5. Rock the Rankings: Content Refresh – How to Improve Declining Search Traffic

Häufig gestellte Fragen

Ein Content Audit ist eine systematische Bestandsaufnahme und Bewertung aller Inhalte Ihrer Website – von Blogartikeln über Produktseiten bis zu PDFs. Dabei werden Qualität, Relevanz und Performance jedes Inhalts analysiert, um fundierte Entscheidungen über Überarbeitung, Zusammenführung oder Löschung zu treffen.

Die Dauer hängt von der Website-Größe ab: Kleine Websites mit unter 50 Seiten lassen sich in einem Tag auditieren. Mittlere Websites (50-200 Seiten) benötigen 3-5 Tage. Große Unternehmenswebsites mit tausenden Seiten können mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Für den Einstieg reichen kostenlose Tools: Screaming Frog (bis 500 URLs kostenlos) zum Crawlen, Google Search Console für Suchdaten und Google Analytics für Nutzerverhalten. Diese Kombination deckt bereits 80% der benötigten Daten ab.

PIE steht für Performance (Traffic und Conversions), Importance (Bedeutung für Geschäftsziele) und Ease (Aufwand für Optimierung). Jeder Inhalt wird nach diesen drei Kriterien bewertet, um Prioritäten für die Überarbeitung festzulegen.

Empfohlen wird ein umfassender Content Audit mindestens einmal jährlich oder vor jedem Website-Relaunch. Für stark wachsende Websites oder Blogs ist ein halbjährlicher Rhythmus sinnvoll. Zwischen den großen Audits sollten quartalsweise Performance-Checks erfolgen.

Es gibt vier Optionen: Behalten (bei guter Performance), Überarbeiten (bei Potenzial), Zusammenführen (bei redundanten Inhalten) oder Löschen (bei veralteten/irrelevanten Seiten). Bei Löschung sollten 301-Weiterleitungen auf relevante Alternativseiten eingerichtet werden.